Ein Checker ist ein Messinstrument, das im Bogenschießen verwendet wird, um verschiedene Aspekte der Bogeneinstellung und Schusstechnik zu überprüfen. Es hilft Schützen, ihre Ausrüstung präzise anzupassen, damit der Pfeilflug und das Schießergebnis optimal sind.
Hauptfunktionen eines Checkers:
1. Standhöhe messen:
Die Standhöhe ist der Abstand zwischen der Bogensehne und dem tiefsten Punkt des Griffstücks (Mittelstück).
Mit dem Checker wird dieser Abstand überprüft und bei Bedarf angepasst, um eine korrekte Bogeneinstellung sicherzustellen.
Die richtige Standhöhe beeinflusst die Energieübertragung und den Pfeilflug.
2. Nockpunktposition kontrollieren:
Der Checker wird verwendet, um sicherzustellen, dass der Nockpunkt (die Stelle, an der der Pfeil auf die Sehne gesetzt wird) korrekt positioniert ist.
Der ideale Nockpunkt ist leicht oberhalb der Mittellinie der Sehne, was einen stabilen Pfeilflug gewährleistet.
3. Bogenmitte prüfen:
Einige Checker ermöglichen es, die zentralen Einstellungen des Bogens zu überprüfen, wie die Ausrichtung der Sehne in Bezug auf das Griffstück oder die Pfeilauflage.
Aufbau eines Checkers:
Messstab: Ein langer, gerader Stab, oft mit Markierungen in Millimetern oder Zoll, um genaue Messungen vorzunehmen.
Flexible Schnur: Manche Checker haben eine elastische Schnur, die sich an die Sehne anlegen lässt, um Messungen durchzuführen.
Skalen und Markierungen: Zur genauen Einstellung von Standhöhe und Nockpunktposition.
Anwendung des Checkers:
1. Den Checker mit der Sehne und dem Griffstück ausrichten.
2. Die Standhöhe zwischen Sehne und Griffstück messen.
3. Den Nockpunkt an der Sehne überprüfen und bei Abweichungen korrigieren.
Warum ist ein Checker wichtig?
Präzision: Eine korrekte Standhöhe und ein richtig positionierter Nockpunkt sind essenziell für einen stabilen Pfeilflug.
Wiederholbarkeit: Konsistente Einstellungen ermöglichen es, regelmäßig präzise zu schießen.
Einfache Anpassung: Mit einem Checker können Schützen ihre Ausrüstung schnell und einfach selbst überprüfen und anpassen.
Ein Checker ist damit ein unverzichtbares Werkzeug für alle Bogenschützen, die Wert auf eine genaue Ausrüstungseinstellung legen.
Ein Clicker ist ein Hilfsmittel beim Bogenschießen, das vor allem auf Recurvebögen verwendet wird. Es hilft dem Schützen, den richtigen Auszug (die optimale Auszugslänge) zu erreichen und einen gleichmäßigen Schussablauf sicherzustellen.
Funktion des Clickers
1. Signalisierung des Vollauszugs:
Der Clicker ist eine federnde Metallzunge oder ein Kunststoffstreifen, der auf dem Griffstück des Bogens montiert wird. Der Pfeil wird unter den Clicker geschoben, und wenn die Auszugslänge des
Schützen erreicht ist, rutscht der Pfeil unter dem Clicker hervor. Dabei gibt der Clicker ein hörbares "Klicken" von sich.
2. Auslöser für den Schuss:
Das Klicken signalisiert dem Schützen, dass die optimale Auszugslänge erreicht wurde. Der Schütze löst dann den Schuss aus.
Dies hilft, Überziehen (zu weit ziehen) oder Unterziehen (zu kurz ziehen) zu vermeiden.
Es sorgt für Konsistenz im Schussablauf, was essenziell für präzises Schießen ist.
Vorteile des Clickers
Gleichmäßigkeit: Jeder Schuss wird mit der exakt gleichen Auszugslänge abgegeben, was die Präzision erhöht.
Konzentrationshilfe: Der Clicker gibt dem Schützen ein klares Signal, wann er schießen soll, und hilft so, Ablenkungen zu reduzieren.
Verbesserung der Schusstechnik: Der Schütze trainiert, einen vollständigen und gleichmäßigen Auszug zu erreichen.
Montage des Clickers
Der Clicker wird am Griffstück des Bogens befestigt, meist oberhalb oder seitlich des Pfeilrests.
Der Pfeil muss so positioniert sein, dass er unter dem Clicker hindurchgleitet, wenn der Schütze die volle Auszugslänge erreicht hat.
Arten von Clickern
1. Klemm- oder Schraub-Clicker: Wird direkt am Griffstück montiert und ist meist starr.
2. Magnet-Clicker: Eine moderne Variante, die mit einem Magnetmechanismus arbeitet und flexibler ist.
3. Blade-Clicker: Eine flache Metallzunge, die leicht gebogen ist und besonders bei Turnierschützen beliebt ist.
Herausforderungen beim Clicker-Einsatz
Anpassung an den Clicker: Anfänger müssen sich daran gewöhnen, erst nach dem Klick zu schießen.
Mentale Blockade: Wenn der Schütze zu sehr auf das Klicken fokussiert ist, kann es die Konzentration stören.
Fehlende Flexibilität: Ein Clicker ist nur sinnvoll, wenn die Auszugslänge des Schützen konsistent ist.
Zusammenfassung
Ein Clicker ist ein unverzichtbares Werkzeug für fortgeschrittene Recurvebogenschützen, die ihre Präzision und Konsistenz verbessern möchten. Durch das klare akustische Signal unterstützt er einen gleichmäßigen Schussablauf und sorgt für wiederholbare Ergebnisse – eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg im Wettkampf.
Der Compoundbogen ist eine moderne und technisch ausgefeilte Bogenklasse, die vor allem für Präzision, Effizienz und Leistung bekannt ist. Er wird oft im Wettkampfsport, in der Bogenjagd (in Ländern, wo dies erlaubt ist) und von Technikbegeisterten genutzt.
Merkmale des Compoundbogens
1. Cams (Umlenkrollen):
Der Compoundbogen verwendet ein System aus Umlenkrollen oder exzentrischen Scheiben (Cams) an den Enden der Wurfarme.
Diese Rollen reduzieren die Zugkraft im Vollauszug (Let-off), was es dem Schützen ermöglicht, länger und ruhiger zu zielen.
2. Kompakte Bauweise:
Im Vergleich zu anderen Bögen ist der Compoundbogen kürzer und dadurch handlicher, was ihn ideal für die Jagd oder enge Räume macht.
3. Hohe Energieeffizienz:
Das Rollensystem speichert mehr Energie und sorgt für eine höhere Pfeilgeschwindigkeit als bei traditionellen Bögen.
4. Einsatz von Hilfsmitteln:
Compoundbögen werden fast immer mit Visieren, Peepsights (Zielhilfen in der Sehne), Release-Hilfen und Stabilisatoren verwendet.
Die Pfeilauflage ist oft mechanisch und speziell darauf ausgelegt, den Pfeil sauber aus dem Bogen zu führen.
Vorteile des Compoundbogens
Leichteres Halten im Vollauszug: Dank des Let-offs wird nur ein Bruchteil des maximalen Zuggewichts gehalten (z. B. bei einem Zuggewicht von 60 Pfund oft nur 15-20 Pfund).
Hohe Präzision: Die Kombination aus Stabilität, Zielhilfen und reduzierter Zugkraft ermöglicht präzises Schießen auch über große Distanzen.
Hohe Pfeilgeschwindigkeit: Ideal für Wettkämpfe oder die Jagd, da der Pfeil schneller und gerader fliegt.
Kompakte Größe: Einfach zu transportieren und in verschiedenen Situationen einsetzbar.
Nachteile des Compoundbogens
Komplexität: Die technische Bauweise macht den Compoundbogen schwerer zu warten. Einstellungen wie die Synchronisation der Cams oder das Bogentuning erfordern Fachwissen oder professionelle Hilfe.
Kosten: Compoundbögen und das dazugehörige Zubehör sind oft teurer als traditionelle Bögen.
Gewicht: Durch die zusätzliche Technik kann ein Compoundbogen schwerer sein.
Verwendung des Compoundbogens
1. Wettkampfsport:
Bei Turnieren ist der Compoundbogen eine eigene Klasse, da er durch seine technischen Vorteile den anderen Bogenarten überlegen ist.
Es werden oft Entfernungen von bis zu 90 Metern geschossen.
2. Bogenjagd:
Aufgrund seiner Präzision, Pfeilgeschwindigkeit und der kompakten Bauweise wird der Compoundbogen häufig für die Jagd eingesetzt (in Ländern, wo dies legal ist).
3. Freizeit und Hobby:
Auch für Freizeitschützen ist der Compoundbogen beliebt, vor allem für Technikfans, die die Präzision und Vielseitigkeit schätzen.
Zusammenfassung
Der Compoundbogen ist ein leistungsstarker, moderner Bogen, der durch seine technischen Innovationen heraussticht. Er erfordert zwar mehr Wissen und Wartung als traditionelle Bögen, belohnt aber mit außergewöhnlicher Präzision, hoher Pfeilgeschwindigkeit und einer benutzerfreundlichen Handhabung. Er ist ideal für Wettkämpfer, Technikliebhaber und ambitionierte Schützen.